Landhausküche – ist das noch modern?

Diese Frage stellen sich viele Menschen, die mit der Landhausküche und dem Landhausstil allgemein ein bestimmtes Bild verknüpfen. Wie so oft wird man aber positiv überrascht, wenn man mit alten Vorurteilen aufräumt. Beginnen wir mit dem Einfachsten.

 

Was ist eigentlich eine Landhausküche?

Der Landhausstil – und damit auch die Landhausküche – stammt genau daher, wo man es vermuten würde: Von einem Haus auf dem Land. Die gesamte Stilrichtung wurde im vorletzten Jahrhundert von wohlhabenden Familien geprägt, die sich ein freistehendes Haus außerhalb der Städte leisten konnten. Genutzt wurden diese Anwesen tatsächlich meist nur wenige Wochen in den heißen Sommermonaten.

Wer sich mit modernen Küchen beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Landhausküche mit ihrem Vorbild nur noch wenig gemeinsam hat. Oftmals sind schon kleine Designelemente wie Holzprofile oder geschwungene Griffe ausreichend, um eine Küche als Landhausküche zu klassifizieren. Der Rest ist so modern und voll Hightech wie andere Küchen auch – von App-gesteuerten Backöfen über LED-Lichtelemente bis hin zu Wasserhähnen, die sowohl kaltes als auch kochendes Wasser auf Knopfdruck zur Verfügung stellen.

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Wie sieht eine Landhausküche aus?

Moderne Landhausküchen setzen häufig auf natürliche Materialien wie Holz, Glas oder Stein. Ob dann die Oberflächen in Eiche rustikal und dunkelbraun gehalten sind oder in Esche mattweiß lackiert, ob mit deckenhohen Schränken oder doch lieber der klassischen Anrichte, ist allein durch die Eigentümer festgelegt.

Als zusätzliche Gestaltungselemente werden häufig Tapeten oder Sprossenfenster verwendet – Dinge also, die mit der eigentlichen Küche nicht direkt etwas zu tun haben. Auch bei der Wandgestaltung gibt es keine festen Regeln – was gefällt, ist auch erlaubt. So können sich Tapeten zum Beispiel farblich integrieren oder einen deutlichen Kontrapunkt zum Rest der Küche setzen. Häufig findet man in modernen Landhausküchen Muster – von dezent bis stark und auffällig ist hier alles dabei.

Auch Sprossenfenster passen gut zum Landhausstil. Ursprünglich stammen sie aus einer Zeit, in der Fensterglas noch nicht zuverlässig in großen Flächen produziert werden konnte. Die Sprossen dienten als Einfassung für die kompakten Scheiben und sorgten zusätzlich für Stabilität des gesamten Rahmens gegen Wettereinflüsse wie Sturm oder Schlagregen.

Heutzutage können problemlos mehrere Quadratmeter große Fensterfronten durchgängig und dreifach verglast produziert werden, was Sprossenfenster zumindest unter rein technischen Aspekten weitgehend obsolet macht. Wenn nicht gerade ein altes Bauernhaus zur Renovierung ansteht, sind Sprossenfenster meist ein reines Designelement. Hierbei werden die Sprossen auf die durchgängige Scheibe aufgeklebt und verleihen so dem Domizil eine gewisse Landhaus-Optik – was übrigens auch relativ einfach auf bestehenden Fensterflächen nachgeholt werden kann.

 

Und was kostet mich eine Landhaus-Küche?

Hier gibt es keine wirkliche Abgrenzung zu anderen Küchen. Grundsätzlich sollten Sie mehr auf den Wert als auf den Preis schauen – und Wert entsteht zum Beispiel durch Service, Qualität und Haltbarkeit. Eine Küche für 15.000 €, die nach 30 Jahren noch aussieht wie neu, ist in jedem Fall günstiger als die Alternative für 3.000 €, die nach wenigen Jahren abgenutzt und kaputt ist.

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Bildquelle: prisma | nobilia